Bemerkenswerte Unfähigkeit

Veröffentlicht am 05.09.2014 in Aktuelle Meldung

„Eine falsche Entscheidung nach der anderen und sich dann davonstehlen“, - so lässt sich nach Meinung des Bremerhavener SPD-Vorsitzenden Martin Günthner das Handeln der DRK Stiftung Wesermünde im Zusammenhang mit der Entscheidung, die DRK-Kliniken in Bremerhaven und Debstedt zu verkaufen, zusammenfassen. Eine der grundlegend falschen Entscheidungen war der Kauf des St.-Joseph-Hospitals durch die Stiftung, was schnell zu einer potentiellen Überschuldung der DRK-Kliniken GmbH geführt hat. Neben dieser falschen unternehmerischen Entscheidung hat die Stiftung in Gestalt ihrer Vorsitzenden, Landrat Kai-Uwe Bielefeld und Sparkassenvorstand Rolf Sünderbruch, alle Gesprächsangebote von Seiten des Landes, der Krankenkassen und der Stadt Bremerhaven ausgeschlagen. „Ein unglaublicher Vorgang“, betont Günthner. „Wie hier mit den Interessen der Beschäftigten umgegangen wurde, ist geradezu unverschämt.“ Offensichtlich hätten die Stiftungsratsmitglieder vor allem Angst davor bekommen, im Fall einer Insolvenz persönlich haftbar gemacht zu werden. „Da haben sie lieber verkauft als Verantwortung zu übernehmen“, mutmaßt der Bremerhavener SPD-Chef. Die Erklärung der Stiftung, dass mit dem Verkauf Arbeitsplätze und Standorte gesichert würden, ist nach Meinung des SPD-Unterbezirksvorsitzenden reine Augenwischerei und zeigt erneut, dass die Stiftung mit ihrer Aufgabe völlig überfordert ist. „Wer glaubt, dass Ameos alle Standorte über eine vertraglich festgelegte Frist halten würde, hat offensichtlich keine Ahnung davon, wie das Gesundheitswesen in der Bundesrepublik funktioniert. Wer verkündet, dass die DRK-Kliniken ausgebaut würden, weiß nicht, dass dazu das Einverständnis der Kostenträger, sprich der Krankenkassen, im Einklang mit den hier für die Länder Niedersachsen und Bremen gültigen Landeskrankenhausplänen nötig ist.“

 

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