Jubiläumsparty zum 150. Geburtstag

Veröffentlicht am 31.10.2016 in Unterbezirk

Jubiläumsparty zum 150. Geburtstag: Landesvorsitzende Sascha Aulepp würdigt Verdienste der Seestadt-SPD

Parteichef Günthner: „Wir haben allen Grund, stolz zu sein“

Bremerhaven. 150 Jahre Sozialdemokratie in Bremerhaven und umzu – unter dieser Überschrift steht eine Reihe von Veranstaltungen der Seestadt-SPD: Erzählcafés, Stadtrundgänge, Vortrags- und Filmabende – mit der Jubiläumsparty am Freitagabend (29. Oktober 2016) in „storms söben“ fand die bunte Veranstaltungsserie ihren vorläufigen Höhepunkt. Vor rund 100 Parteimitgliedern wies Bremerhavens SPD-Chef, Senator Martin Günthner, darauf hin, die Sozialdemokratie in der Seestadt habe allen Grund, mit gradem Rücken durch die Stadt zu gehen und stolz zu sein: „Stolz darauf, dass wir die Demokratie immer gegen ihre Feinde verteidigt haben. Stolz aber auch darauf, dass Bremerhaven bei der SPD immer in guten Händen war. Wir haben allen Grund, uns nicht kleinmachen zu lassen von denen, die gerne unsere Leistungsbilanz vorzuweisen hätten. Dieser Stolz lässt uns nicht nachlassen, er ist Triebfeder für die Fortsetzung guter Arbeit in und für Bremerhaven.“ Günthner dankte den vielen Genossinnen und Genossen, die die unterschiedlichen Jubiläumsaktivitäten möglich gemacht hätten.

Die Bremer SPD-Landesvorsitzende Sascha Karolin Aulepp hob in ihrer Festrede hervor, die SPD sei nie Wahlverein, sondern Programmpartei gewesen. Bremen und Bremerhaven verbinde eine lange gemeinsame Geschichte. Die Gründung Bremerhavens sei eine sowohl politische als auch wirtschaftliche Entscheidung mit Weitblick gewesen. Die SPD habe in Bremerhaven mit einer kurzen Unterbrechung von 1995 bis 1999 seit 1946 als die stärkste politische Kraft viel Gutes für die Stadtgemeinde bewegt: „Aber keine politische Mehrheit ist auf Dauer zementiert, sondern muss in Wahlen erkämpft werden.“ Die Lehre der letzten Wahlen, so Aulepp, sei, die SPD müsse klarer und unterscheidbar erkennbar sein. Wahlen ließen sich nur gewinnen, wenn neben überzeugendem Spitzenpersonal auch der sozialdemokratische Kompass und die sozialdemokratischen Schwerpunkte eindeutig erkennbar seien: „Wir müssen eine gemeinsame rote Linie verfolgen, ein gemeinsames Ziel haben und umsetzen, sonst werden wir unglaubwürdig, und das hat der SPD – das wissen wir alle aus Gesprächen mit Wählerinnen und Wählern, aber auch mit Genossinnen und Genossen – in den letzten Jahren immer wieder zu schaffen gemacht“, so die SPD-Landesvorsitzende. Mit Blick auf die durch steigende Geburten und Zuwanderung wachsenden Schwesterstädte sagte Aulepp, dies sei nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance: „Mit der Einwohnerzahl steigen auch die Einnahmen und gleichzeitig können wir den hierdurch nötigen weiteren Ausbau sozialer Infrastruktur nutzen, um mehr Zusammenhalt zu schaffen. Ich freue mich, das mit Euch zusammen anzugehen.“

Vor dem anschließenden Essen erkundigte sich Moderator Frank Schildt („Wir haben jetzt hier 150 Jahre Parteimitgliedschaft rund um das Mikrofon versammelt“) in einer kurzen Talkrunde mit dem ehemaligen Bremerhavener SPD-Vorsitzenden Siegfried Breuer, Parteichef Martin Günthner, der Landesvorsitzenden Sascha Karolin Aulepp und dem Bremerhavener Bundestagsabgeordneten Uwe Beckmeyer nach den persönlichen Beweggründen für den SPD-Eintritt und bat um einen persönlichen Glückwunsch zum Parteigeburtstag: Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass die SPD gebraucht werde, da ihr Markenkern von Solidarität, Gleichheit und Gerechtigkeit wichtiger denn je sei. „Die SPD muss nah ran an die Menschen, muss Kümmerer sein, Erklärer und Vermittler“, mahnte Siegfried Breuer und Uwe Beckmeyer ergänzte: „Ich bin mir sicher, dass diese vielfältige, bunte und lebensfrohe Partei noch viel zu tun hat und getragen ist von vielen Menschen, die sie dafür mit dem nötigen Vertrauen ausstatten.“

 

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