OV Geestemünde: 150 Jahre Sozialdemokratie an der Unterweser

Veröffentlicht am 02.11.2016 in Ortsverein

Der 9. November wird häufig als Schicksalstag in der deutschen Geschichte bezeichnet. Gleich mehrfach gab es an diesem Tag tiefgreifende Ereignisse, die einschneidende  Veränderungen für das Land und die Menschen brachten. Herausstechen dabei die Jahre 1918, 1938 & 1989. „Die Geestemünder“ haben das Jahr 1938 ausgewählt. Denn bei den aktuellen Wahlerfolge der rechtgerichteten Parteien (z.B. AfD) und die weiter andauernden Pegida-Aktivitäten zeigen deut-liche Parallelen zu diesem Jahr.

Am Mittwoch, dem 9. November laden „Die Geestemünder“ zu einer Führung unter dem Thema „ Alltag in der NS- Zeit“ im „Historischen Museum“ (An der Geeste) ein. Treffpunkt ist um 15:30 Uhr im Foyer des Museums. (ca. 60 Min.)

Beim Rundgang erfahren die Besucherinnen und Besucher wie der Aufstieg der NSDAP an der Wesermündung verlief. Die ausgestellten Originale, wie etwa Uniformen, Spielzeug und Orden verdeutlichen die Beeinflussung des Alltags durch die Nationalsozialisten. Häftlingskleidung, Fotos und Dokumente legen ein bedrückendes Zeugnis von deren Gewaltherrschaft ab.

Anhand eines Modells wird die Zerstörung der Geestemünder Synagoge in der Schulstraße in der „Reichskristallnacht“ am 9. November 1938 thematisiert. Ausgestellt ist  auch ein tragbarer Vervielfältigungsapparat, mit dem Mitglieder der SPD in Wesermünde Flugblätter gegen die nationalsozialistische Obrigkeit produzierten. Wie die Menschen an der Wesermündung im 

2.Weltkrieg mit den verheerenden Folgen von Bombenangriffen lebten, wird durch einen rekonstruierten Luftschutzkeller erlebbar. In einer Notunterkunft wird zum Abschluss deutlich, wie schwierig der Neuanfang nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war.

Die Teilnahme ist kostenlos. Allerdings ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Deshalb wird um Anmeldung gebeten.

 

Anmeldungen  / Informationen:

Karlheinz Michen 

eMail: karlheinz.michen@nord-com.net

Mobil: 0162 3477995

 

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