Der SPD Unterbezirk Bremerhaven setzt sich gegen die in der BILD-Zeitung verbreiteten und von der Wählervereinigung „Bürger in Wut“ unterstützten verleumderischen Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Plakatierung zum Europawahlkampf mit juristischen Mitteln zur Wehr. Das Blatt hatte in seiner Ausgabe vom 23. April den Eindruck erweckt, die SPD habe unter Einsatz von Mitarbeitern des Vereins „Faden e.V.“ Wahlplakate aufstellen lassen. Dabei war auch Faden-Geschäftsführerin Sabine Markmann, zugleich Mitglied im SPD-Vorstand, angegriffen worden: Malte Grotheer von der Wählervereinigung „Bürger in Wut“ hatte sich im Bericht der Zeitung zitieren lassen und den „Vorfall“ mit SPD-Filz in Verbindung gebracht.
Sybille Böschen, stellvertretende Vorsitzende des SPD Unterbezirks Bremerhaven, erklärt, die Vorwürfe seien unwahr und verleumderisch: „Wir haben deshalb eine Berliner Rechtsanwaltskanzlei gebeten, unsere Rechte gegenüber der BILD-Zeitung und gegenüber der Wählervereinigung wahrzunehmen.“ Zwar sei der Wahlkampf eine Zeit verdichteter und zugespitzter Formulierungen, in der es keinen Kuschelanspruch geben dürfe: „Wir wollen und müssen aber alle miteinander bei der Wahrheit bleiben und können und dürfen es nicht zulassen, dass Menschen in Misskredit gebracht werden und Tatsachen verdreht werden“, so die SPD-Politikerin.
Die Berliner Anwaltskanzlei hat die BILD-Zeitung zum Abdruck einer Gegendarstellung und zum Widerruf der Falschmeldung aufgefordert. An die Wählervereinigung erging die Aufforderung, die Verlinkung auf den Bild-Artikel auf der Internetseite der Wählervereinigung zu löschen und die falschen Anschuldigungen nicht zu wiederholen.