"Denn Sie wissen nicht was Sie tun"

Veröffentlicht am 15.11.2010 in Arbeitsgemeinschaften

Dieser legendäre Titel des Films mit James Dean passt hervorragend zu dem, was die Bundesregierung in der Atompolitik veranstaltet und damit die Zukunft der Menschen in unserem Land aufs Spiel setzt.

Auf Einladung von Bürgerinnen und Bürgern des Wendlandes hat der Bremerhavener Juso-Vorsitzende Denis Pijetlovic an der Demonstration der „Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg“ gegen den Castortransport 2010 teilgenommen und die Proteste hautnah erlebt.

Pijetlovic berichtet, dass die diesjährigen Proteste im Wendland die erfolgreichsten und größten seit Beginn der Castortransporte waren. Die Bevölkerung im Wendland ist sauer und bitter enttäuscht von der Bundesregierung. Sie haben Angst um ihre Zukunft und fühlen sich in Stich gelassen, weil die Politik der schwarzgelben Regierung zu Gunsten der Atomlobby agiert und dabei die Sicherheit der Menschen im Wendland auf der Strecke bleibt.

Der Protest ist vor allem auf die Endlagerlösung für Atommüll im Salzstock unter Gorleben zurückzuführen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist der Salzstock kein geeigneter Ort, um Atommüll zu lagern. Unter anderem befinden sich direkt unter dem Salzstock Vorkommen brennbaren Gases, das sich als Pulverfass unter einem künftigen Endlager erweisen könnte.

Die Bremerhavener Jusos vertreten daher die Auffassung, dass Deutschland ein nachhaltiges, sicheres und verbessertes Konzept zur Atommüllentsorgung benötigt, das ohne die Angst einhergeht, radioaktiver Müll könnte irgendwann uns und unsere Kinder verseuchen und töten. Da ein Atommüllendlager nur in einem breiten gesellschaftlichen Konsens entstehen kann, wollen sich die Bremerhavener Jusos für einen Neustart der Endlagersuche stärker als bisher einsetzen.

In diesem Prozess müssen selbstverständlich diejenigen einbezogen werden, die die Nutzung der Atomenergie beenden wollen. Die vielfältigen, friedlichen Aktionen im Wendland haben deutlich gemacht, dass sich eine Mehrheit der Gesellschaft gegen den Atomkurs der Bundesregierung wendet. Darum darf es ein Weitermachen der Atommüllentsorgung, ohne die Rücksicht auf die Einwände der Bürger, in Zukunft nicht mehr geben.

Die politische Jugendorganisation der SPD will nicht länger dabei zuschauen, wie die Energiewirtschaft und ihre Lobby mit Hilfe der Bundesregierung die Gesellschaft weiter atompolitisch spaltet.

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