Pressemitteilung der AfA: Hafenarbeiter bei der Rhenus Midgard

Veröffentlicht am 26.03.2010 in Presse

„So nicht“, sagt Wolfgang Jägers von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA). Er fordert die Rhenus Midgard auf, ihre Pläne die Mitarbeiter zu entlassen aufzugeben und die Kündigungen zurück zu nehmen.

Es ist völlig verantwortungslos, wenn große Kapitalgesellschaften Lohndumping durch Leiharbeit betreiben, nur um noch mehr Profit zu machen. Nach Kenntnis von Jägers würden die Löhne von über 17 Euro / Stunde auf unter 9 Euro / Stunde sinken. Das führt dazu, dass der Staat bzw. die Stadt Unterstützung für die Hafenarbeiter zahlen muss. So wird der stolze Hafenarbeiter zum Wohlfahrtsempfänger gemacht und die Eigentümer der Midgard reiben sich die Hände.

Bremen und Bremerhaven dürfen da nicht tatenlos zusehen. Eine solche Firmenpolitik disqualifiziert die Firma Midgard dafür, unsere Häfen zu betreiben. Keine Subventionen, ohne soziale Kriterien wie Tariflöhne, Ausbildungsverpflichtung und fairem Umgang miteinander, fordert die AfA.

„Herr Appelhans ist als völlig kompromissloser Tarifverhandler bekannt. Kompromisse und Verantwortung über die Kapitalinteressen hinaus, kennt er nicht“, so Jägers. Da muss sich noch die Erkenntnis durchsetzen, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht umgekehrt. „Wenn die Leiharbeit solche Auswüchse erst möglich macht und Lohndumping in unerträglichem Maße mit sich bringt, gehört sie strengstens reguliert und kontrolliert. Wenn das alles nicht geht, gehört Leiharbeit abgeschafft“, betont der AfA Landesvorsitzende Jägers.

 

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