SPD vor Ort

Veröffentlicht am 30.11.2010 in Aktuelle Meldung

v.l. Milica Milikovic, AWO Projekt Heimatgarten Bremerhaven; Volker Tegeler, AWO Geschäftsführer; Gunda Böttger-Türk, SPD; Dr. Arne Eppers, AWO Bereichsleiter Migration; Rihart Marinkov, Rat Ausländischer Mitbürger(Koordinator); Uwe Parpart, SPD-Stadtverordneter

SPD-Mitglieder informierten sich über das Projekt „Heimatgarten“ sowie über die Migrationsarbeit der AWO in Bremerhaven.

Auf Einladung des SPD-Stadtverordneten Uwe Parpart berichtete die Geschäftsführung der Arbeiterwohlfahrt durch ihren Geschäftsführer Volker Tegeler und den Bereichsleiter für Migration Dr. Arne Eppers über die Aktivitäten der Arbeiterwohlfahrt im Migrationsbereich.

Herr Tegeler ging ausgiebig auf die internationale Arbeit des Projektes Heimatgarten ein. Dieses Projekt begann 1998 mit der Rückbegleitung von ehemaligen Bürgerkriegsflüchtlingen, die hier in Bremerhaven lebten, in ihre Heimatländer. Daraus entwickelte sich ein nationaler und jetzt auch internationaler Bereich, der das gewonnenene know how der Arbeiterwohlfahrt bei der freiwilligen Rückbegleitung von Flüchtlingen in ihre Heimatländer nunmehr weltweit zum Einsatz bringt.

Neben dem Büro in Bremerhaven beraten Büros in Altenburg, Hildesheim, Berlin, Frankfurt/Main, Karlsruhe, Bonn, Hannover und Mannheim in den entsprechenden Bundesländern, Städte und Gemeinden über die Arbeit und die freiwillige Rückbegleitung von Flüchtlingen. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist nicht nur die Rückbegleitung, sondern auch die weitere Betreuung vor Ort. Dazu hat die AWO Bremerhaven mit dem Projekt Heimatgarten zahlreiche internationale Projekte initiiert und Büros eingerichtet wie im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina, in Serbien, in Kroatien, in Polen und in der Ukraine.

Zentraler Ansatz der Arbeit von „Heimatgarten“ ist die freiwillige Rückkehr der Menschen, die bisher auch durch Mittel der Bundesregierung unterstützt wurde. Zur Information: eine zwangsweise Abschiebung verursacht neben dem menschlichen Leid Kosten von mindestens ca. 20.000,-- €. Bei der freiwilligen Rückkehr, bei der nicht nur eine menschenwürdige Form garantiert wird, sind, so berichtete der Geschäftsführer Tegeler, die Kosten weitaus günstiger anzusetzen. Nunmehr beabsichtigt die Bundesregierung ihre laufende Unterstützung für solche Programme einzustellen. Dies könnte ein Aus für dieses so wichtige humanitäre Projekt bedeuten. Hier zeigt sich einmal wieder die von sozialer Kälte geprägte Politik der schwarz-gelben Bundesregierung.

Weitere Informationen zu diesem Thema unter www.heimatgarten.de

Dr. Arne Eppers berichtete weiter über die Migrationsarbeit der AWO und insbesondere des „Netzwerk für Zuwanderinnen und Zuwanderer Bremerhaven in der Stadtgemeinde Bremerhaven“.

Dieses Netzwerk ist ein freier Zusammenschluss von öffentlichen und freien Trägern, Organisationen, Institutionen, Verbänden, Vereinen, Behörden und Einzelpersonen. Das Netzwerk soll koordinieren, inhaltliche Vorstellungen diskutieren, aufeinander abstimmen, planend sowie empfehlend in den Arbeitsfeldern der Integration von zugewanderten Menschen in der Stadtgemeinde Bremerhaven tätig sein.

Das Netzwerk umfasst derzeit ca. 34 Mitgliederverbände bzw. Institutionen und Behörden.

Die AWO Bremerhaven betreibt u.a. eine Migrantenberatungsstelle für türkische Frauen, allgemeine Migrationserstberatung sowie ein Jugendmigrationsdienst wird von der AWO Bremerhaven umgesetzt. Näheres dazu unter www.awo-bremerhaven.de

Abschließend wies Dr. Arne Eppers auf eine wichtige Problematik hin, in der auch in der Kommunalpolitik dringender Handlungsbedarf besteht: Immer mehr ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger verbringen ihren Lebensabend in unserer Stadt. In den vergangenen Jahrzehnten war es eher so, dass diese Menschen nach dem Rentenantritt oftmals in ihre Heimatländer zurückkehrten. Diese Tendenz hat sich umgekehrt, d.h. für diese Gruppe müssen entsprechende Einrichtungen z.B. betreutes Wohnen, aber auch Alten- und Pflegeheime vorgehalten werden. Hier bemüht sich die AWO Bremerhaven um Lösung.

Im Namen der SPD bedankte sich Uwe Parpart für die wichtige Arbeit der AWO in Bremerhaven im Bereich der Migrantinnen und Migranten und regte einen ständigen Gedankenaustausch über diese Thematik an.

 

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