SPD Geestemünde-Nord: „Bürger” für Radfahrer öffnen

Veröffentlicht am 01.07.2013 in Ortsverein

Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz Michen

 

Mit der Öffnung der Fußgängerzone für Radler und besseren Nord-Süd-Verbindungen muss der Radverkehr in Bremerhaven nach Ansicht der SPD Geestemünde-Nord attraktiver gemacht werden. Die „Bürger“ sei breit genug für Fußgänger und Radfahrer, betonte der Vorsitzende und Stadtverordnete Karlheinz Michen (Foto) in einer Veranstaltung des Ortsvereins zum Radfahren in der Seestadt.
 
Deshalb müsse der Magistrat prüfen, ob der Radverkehr in der Mitte der Fußgängerzone auf einer markierten Trasse freigegeben werden könne. In dieser Forderung wusste sich Michen in der Diskussion mit Zuhörern einig, die Kritik an der Verkehrssituation für Radfahrer in der Innenstadt übten. So sei die Geestebrücke ein „unzumutbares Nadelöhr“ auf dem Weg  von Geestemünde in die City. Das Beispiel anderer Städte zeige, dass ein Nebeneinander von Passanten und Radlern in einer Fußgängerzone möglich sei, versicherte der Ortsvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Mark Ella.
 
In der Veranstaltung forderten Stefan Rößler als zuständiger Abteilungsleiter des Stadtplanungsamts und Michael Weber vom ADFC die Radfahrer auf, ihre Rechte im Straßenverkehr zu beanspruchen. Rößler: „Nehmen Sie sich den Raum, den Sie für Ihre Sicherheit brauchen.“ Für Weber gehören Fahrräder eher auf die Straße als auf die Radwege, deren Benutzung laut Bundesverwaltungsgericht nicht mehr ausdrücklich vorgeschrieben ist. Diskussionsteilnehmer äußerten allerdings ihren Unmut darüber, dass wegen dieses Grundsatzurteils auch in Geestemünde Radwege auf Kosten der Verkehrssicherheit aufgehoben worden seien.
 
Rößler stellte in der Veranstaltung den Plan vor, 17 Straßen im Stadtgebiet zu Fahrradstraßen umzuwandeln, in denen der Radverkehr Vorrang hat. In Geestemünde kämen dafür die Ulmen- und die Walter-Delius-Straße sowie der lange Abschnitt von der Feld- über die Hartwig- bis zur Frühlingsstraße in Frage. Durch die Umsetzung des Radverkehrskonzepts, das derzeit in Arbeit ist, solle der Anteil der Radwege in der Stadt bis 2020 verdoppelt werden.
 
SPD-Stadtverordneter Michen forderte in diesem Zusammenhang, in der Nord-Süd-Achse der Stadt ein durchgehendes Netz von fahrradfreundlichen Haupt- und Nebenlinien zu schaffen. Außerdem müssten für die Radler Gefahrenpunkte wie die Columbusstraße am Elbinger Platz, die Bahnunterführung An der Mühle/Hartwigstraße oder die Kreuzung Georg-/Grashoffstraße entschärft werden.
 

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