12.11.2013 in Unterbezirk von SPD Bremerhaven

„Roter Stadtrundgang“ in Endrunde des Wilhelm-Dröscher-Preises

 

Projekt der SPD-Bremerhaven präsentiert sich beim Leipziger Bundesparteitag

Mit dem anlässlich des 150. SPD-Geburtstags erstellten „Roten Stadtrundgang“ hat es die SPD Bremerhaven in die Endrunde für den diesjährigen Wilhelm-Dröscher-Preis geschafft: „Ich freue mich, dass wir dabei sind: Die Gelegenheit, unser Projekt beim Bundesparteitag vom 14. bis 16. November in Leipzig einer bundesweiten Öffentlichkeit präsentieren zu können, ist eine große Anerkennung für die geleistete Arbeit“, kommentiert der Bremerhavener SPD-Vorsitzende Martin Günthner die Entscheidung des Kuratoriums des Wilhelm-Dröscher-Preises.

Der Wilhelm-Dröscher-Preis wird alle zwei Jahre von der Wilhelm-Dröscher-Stiftung verliehen. Er ist benannt nach dem verstorbenen ehemaligen Schatzmeister, Landtagsabgeordneten und Europäer, Wilhelm Dröscher, der in seinem Wahlkreis „der gute Mensch von Kirn“ genannt wurde. „Dieser Preis hält sein Wirken und sein politischen Anliegen in der SPD lebendig. Die vielfältigen Aktionen und Initiativen sollen nicht im Verborgenen blühen, sondern einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Beispiele und Ideen sollen anderen innerhalb und außerhalb der SPD Anregungen und Mut zum Nachmachen geben“, heißt es in der Erklärung zum Hintergrund des Preises.
Günthner erklärt, mit Blick auf das 150-jährige Jubiläum der SPD auf Bundesebene – in Bremerhaven wurde die SPD am 22. Oktober 1945 gegründet – sei ein „Roter Stadtrundgang“ entstanden: „Seit ihrer Gründung haben viele Genossinnen und Genossen die Seestadt geprägt. Der Rote Stadtrundgang nimmt Interessierte mit auf eine Reise zu den Spuren der SPD Bremerhaven im Kontext ihrer historischen Verflechtung mit der Stadtentwicklung Bremerhavens“, so der SPD-Vorsitzende. Begleitet von der Broschüre „Tatkraft ist und bleibt rot“ entstand eine Tour von Nord nach Süd quer durch Bremerhaven, die Interessierte an momentan 13 geschichtsträchtige Orte der emotionsbehafteten Parteihistorie führt: angefangen mit der „Eisernen Front“ (gegen den Nationalsozialismus) über die Pestalozzischule (Gründungsort der SPD Bremerhaven), das SPD- Haus in der Schifferstraße bis zum Hauptkontor des Konsum- und Sparvereins Unterweser. „In der Broschüre finden sich einzelne Beschreibungen der Wegmarken und ein anschaulicher, mit Bildern illustrierter Stadtplan zum Roten Stadtrundgang. Ein Highlight der Broschüre stellt das Cover dar, welches durch eine aufwendige Fotoaktion entstand. Hierzu zeigten die Genossinnen und Genossen Bremerhavens ihr Gemeinschaftsgefühl, indem über 150 Frauen und Männer gemeinsam den Schriftzug „SPD“ nachstellten, welcher aus der Vogelperspektive per Kamera festgehalten wurde“, so Günthner.

Das Ziel des Roten Stadtrundganges sei es gewesen, Geschichte erlebbar zu machen. „Es haben bereits mehrere geführte Stadtrundgänge stattgefunden, bei denen Zeitzeugen wie Uwe Beckmeyer, Hennig Goes und Jörg Schulz den Rundgang durch bewegende und mit persönlichen Anekdoten gespickten Vorträgen bereichert haben“, beschreibt Günthner das breit angelegte Projekt. Passend zum neuen medialen Zeitalter entwickelten Parteimitglieder eine eigene Homepage für den Stadtrundgang, auf der ebenfalls die einzelnen Wegpunkte beschrieben und aktuelle Termine für Führungen veröffentlicht werden: Unter www.roter-stadtrundgang.de. ist auch eine Web-Applikation für Interessierte abrufbar, die sich allein auf die Spuren der roten Geschichte der SPD Bremerhaven begeben wollen.
„Der Rote Stadtrundgang soll Teil der Geschichte der SPD Bremerhavens werden und durch ständige Weiterentwicklung und Ausweitung der Anlaufstationen – auch über die Stadtgrenzen hinaus ins schöne Bremerhavener Umland – immer neue Meilensteine der Parteientwicklung für die Ewigkeit festhalten“, hofft Günthner, dass der Bremerhavener Beitrag das Kuratorium auch im Finale überzeugt.

07.11.2013 in Aktuelle Meldung von SPD Bremerhaven

Koalition verständigt sich auf Maßnahmenpaket für den Bereich der Prostitution

 

Mit verschiedenen Maßnahmen wollen SPD und Bündnis 90/ Die Grünen auf Probleme im Bereich der Prostitution in Bremerhaven reagieren. Die Koalition verständigte sich darauf, Hilfsangebote für Prostituierte auszubauen, Regelungslücken zu schließen, Kontrollen zu verbessern und die beschlossenen Maßnahmen aufmerksam zu evaluieren.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben, mit der wir den Frauen helfen wollen und die Probleme der Anwohnerinnen und Anwohner abstellen. Wir setzen dabei nicht nur auf Verbote, sondern auf einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen.“ kommentiert der SPD-Vorsitzende Martin Günthner die Einigung.

Für die Grünen erklärt deren Kreisvorstandssprecher Dr. David Lukaßen: „Wir sind einen wichtigen Schritt voran gekommen. Erstmals wird es in Bremerhaven ein hochwertiges Beratungs- und Unterstützungsprogramm für Prostituierte geben. Die Regelung der Prostitution, die die Rot-Grüne Koalition jetzt in Angriff nimmt, beschränkt sich ausdrücklich nicht auf die Verlegung der Straßenprostitution. Auch die Prostitution in den so genannten Modellwohnungen wollen wir stärker in den Blick nehmen.“

Im kommenden Jahr  werden die Koalitionäre Haushaltsmittel beim Gesundheitsamt für einen Ausbau der Sozialarbeit zur Verfügung stellen. Ferner verständigten sich SPD und Grüne darauf, dass die Straßenprostitution in Bremerhaven weitgehend verboten werden soll. Die dafür notwendige Sperrbezirksverordnung soll zunächst auf zwei Jahre befristet werden. In dieser Zeit sollen die Auswirkungen überprüft und den zuständigen Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung zu Bewertung vorgelegt werden.

„Ich glaube, dass wir mit dem Verbot der Straßenprostitution die Situation in Bremerhaven deutlich verbessern können. Wir entschärfen die Konflikte und untersagen eine Form der Prostitution, bei der die Bedingungen für die Frauen besonders unwürdig und auch gefährlich sind. Auf Wunsch der Grünen haben wir die  Befristung und Evaluation beschlossen, der von der SPD gewünschte Sperrbezirk muss also in den nächsten zwei Jahren einen Praxistest bestehen. Das finde ich vernünftig und zeigt, dass es uns allen nicht um symbolische Lösungen geht sondern um Regelungen die tatsächlich wirken.“ so Günthner zur Einigung zum umstritten Thema Sperrbezirk.

„Befristung und Evaluation des Sperrbezirk sind für uns sehr wichtig“, hebt Lukaßen hervor. „Es ist kein Geheimnis, dass wir Grünen einer Verlegung der Straßenprostitution in die Lessingstraße sehr skeptisch gegenüberstehen. Wenn wir die Straßenprostitution in dieser Weise begrenzen, müssen wir genau beobachten, wie sich dies auf die Arbeitsbedingungen der Prostituierten auswirkt. Zu diesem Evaluationsprozess laden wir ausdrücklich Vertreterinnen und Vertreter des Runden Tisches Frauenhandel und Zwangsprostitution ein.“

 

05.11.2013 in Aktuelle Meldung von SPD Bremerhaven

Parteikonferenz im Haus am Blink

 

„Wenn es zu einer großen Koalition kommt, dann müssen die Mitglieder die Möglichkeit haben mit zu entscheiden“, sagte Sybille Böschen, stellvertretende Vorsitzende des SPD Unterbezirks Bremerhaven und Mitglied des Parteikonventes. Am Montag begrüßte sie die Mitglieder des SPD-Unterbezirkes Bremerhaven zu einer Parteikonferenz im Haus am Blink. Rund 100 Genossinnen und Genossen waren der Einladung gefolgt. Zu Gast war Andreas Bovenschulte, SPD Landesvorsitzender Bremen.

Er begann seine Rede mit einer Analyse der Bundestagswahl und einer Betrachtung der europäischen Sozialdemokratie. Die SPD in Deutschland dürfe nicht isoliert gesehen werden, meinte der Landesvorsitzende. Die derzeitige Situation in Europa sei nicht positiv für die Sozialdemokratie. Obwohl die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gehe und soziale politische Inhalte eigentlich immer wichtiger für die Menschen werden, beobachtet er in vielen europäischen Ländern, dass die Sozialdemokratie sich derzeitig in einer schwierigen Situation befinde.  „Wir brauchen eine soziale Bewegung auch durch die Gewerkschaften", meinte Bovenschulte.

Weitere Themen seiner Rede waren die bevorstehende Befragung der Mitglieder und die beschlossenen 10 Punkte des SPD-Parteikonventes.

„Der Bremer Landesverband war der erste, der vorschlug die Mitglieder mit entscheiden zu lassen“, erklärte Andreas Bovenschulte.

Insgesamt 10 Punkte halte der SPD-Parteikonvent für unverzichtbar für eine künftige Koalition: An erster Stelle stehe ein Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro, denn Arbeit solle sich wieder für alle lohnen, sowie eine wirksame Bekämpfung des Missbrauchs von Leih- und Zeitarbeit und so genannter Werkverträge, sowie die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen. An zweiter Stelle des Beschlusses des Parteikonvents stehe, dass Altersarmut dauerhaft verhindert werden solle. Denn nach einem langen Arbeitsleben (45 Jahre) müsse eine gute Rente ohne Abzüge stehen. Der informativen Rede des Landesvorsitzenden folgte eine Diskussion mit den Bremerhavener SPD-Mitgliedern.

Hier noch einmal die 10 Punkte, die der SPD-Parteikonventes für unverzichtbar erachtet.

24.10.2013 in Lokal von SPD Bremerhaven

Als Wärmedämmung noch kein Thema war

 

Wärmedämmung war in den 60er Jahren noch kein Thema.  „Ein Liter Heizöl kostete damals 12 Pfennig“, erzählt Rainer Bokelmann. Der Architekt Rainer Bokelmann nahm gemeinsam mit Christian Bruns, ehemaliger Geschäftsführer STÄWOG, und Fritz Derr, ebenfalls ehemaliger Geschäftsführer der STÄWOG, am Mittwoch am SPD-Erzählcafé im Café Petit Four als Zeitzeugen teil. Moderiert wurde die Veranstaltung mit dem Titel „Moderner Wohnungsbau im Wandel der Zeit“ von Wolfgang Jägers, Mitglied der bremischen Bürgerschaft und Regionalleiter Weser/ Ems IG Bau.

Zeitzeuge Rainer Bokelmann lernte vor 50 Jahren das sparsame Bauen. „Die Kosten waren vorgegeben, die musste man einhalten.“ Wohnungen frei zu finanzieren, das sei nicht möglich gewesen, weil die Menschen sonst die Mieten nicht hätten bezahlen können. Die neu entstandenen Wohnungen waren in der Nachkriegszeit begehrt, denn es herrschte Wohnungsnot. „Damals ging es darum, ein Obdach zu haben“, erklärt Fritz Derr. Bis zum Jahre 1964 war das Wohnungswirtschaftsamt zuständig für die Vergabe von Wohnungen. Die Wohnungen wurden verlost und die Miete hieß Nutzungsgebühr. „Die STÄWOG sorgte mit der Stadt zusammen dafür, dass die Menschen in Wohnungen kamen“, erzählt Fritz Derr.

 „Bremerhaven war nach dem Krieg die Stadt des sozialen Wohnungsbaus“, meint Christian Bruns. Die Stadtteile seien auf der grünen Wiese in Grünhöfe und Leherheide entstanden.

Zum Schluss der spannenden Erzählrunde waren sich die Zeitzeugen einig: Die Wohnungsgesellschaften müssen in öffentlicher Hand bleiben.

 

Die nächste Veranstaltung des SPD-Erzählcafés findet am Freitag, 7. Februar 2014 um 15:30 Uhr im Café Petit Four, Pragerstr. 85, statt. Dann geht es um das Thema „Schule und Bildung für die Kinder unserer Stadt“. Diese Veranstaltung wird von Brigitte Lückert, Stadträtin für Gesundheit, moderiert. Als Zeitzeugen werden Horst von Hassel, Bildungssenator a.D. und ehemaliger Dezernent für Schule und Kultur in Bremerhaven, Dr. Heinrich Schulte am Hülse, ehemailger Oberschulrat, und Uwe Lorenz, ehemaliger Schulleiter der Immanuel-Kant-Schule und jetziger Landeschef des Gesamtschulverbandes, zugegen sein.

21.10.2013 in Allgemein von SPD Bremerhaven

"Moderner Wohnungsbau im Wandel der Zeit"

 

Mit dem Thema "Moderner Wohnungsbau im Wandel der Zeit" startet das SPD-Erzählcafé am Mittwoch, 23. Oktober 2013 eine neue Runde der beliebten Veranstaltung.

Das SPD-Erzählcafé mit dem Thema "Moderner Wohnungsbau im Wandel der Zeit" findet um 15:30 Uhr im Café Petit Four, Prager Straße 85, statt.

Die Moderation hat Wolfgang Jägers, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, Regionalleiter Weser/Ems IG Bau.

Zeitzeugen: Christian Bruns, ehemaliger Geschäftsführer STÄWOG, Fritz Derr, ehemaliger Geschäftsführer STÄWOG, Rainer Bokelmann, Architekt, und Otto von Bebern, Mieterverein Bremerhaven.