30.11.2012 in Aktuelle Meldung von SPD Bremerhaven

Rot-grün verständigt sich bei Lärmschutz, Krippenausbau und bei kommunaler Zeitarbeit

 

Der Koalitionsausschuss aus Vertretern von SPD und Grünen hat gestern Abend verschiedene Themen beraten und sich in zentralen Punkten verständigt.

So wird die rot-grüne Koalition in Bremerhaven beim Ausbau der Betreuung von unter dreijährigen ihr Programm energisch fortführen. Im Hinblick auf die energetischen Standards beim Neubau von Kinderkrippen einigten sich die Koalitionäre, dass von den sechs geplanten Neubauten drei entsprechend des Passivhausstandards und drei in Standardbauweise errichtet werden sollen. Im Herbst 2013 wird Seestadtimmobilien dann einen Fortschrittsbericht Passivhaus beauftragen. 
 
In Sachen Bahnlärm wird Bremerhaven nach den Beschlüssen des Koalitionsausschusses seine Anstrengungen verstärken. Für das Jahr 2013 wird ein kommunales Lärmschutzgramm Bahn mit  einem Volumen von 600.000€ aufgelegt. Dieses Programm soll in den Folgejahren verstetigt werden. 
 
Mehr Geld wird es auch für Klimastadt und für Bremerhaven als fahrradfreundliche Stadt. Der Etat „Klimastadt“ wird auf 200.000 Euro, der Etat „Radverkehrsförderung“ auf 300.000 Euro erhöht. Beide Etats sollen ebenfalls verstetigt werden.
 
Auch im Bereich der kommunalen Zeitarbeit gibt es eine Verständigung. Danach wird es auch künftig in Bremerhaven kommunale Zeitarbeit geben. Die beiden derzeit bestehenden kommunalen Zeitarbeitsfirmen sollen in einer zusammengeführt und künftig beim AFZ angebunden sein. Bei diesem Unternehmen wird ein Beirat, dem unter anderem Arbeitgeberverband und Gewerkschaften angehören gebildet, der es in arbeitsmarktpolitischen Fragen berät. Das kommunale Leiharbeitsunternehmen wird dem Grundsatz „Equal Pay“ verpflichtet sein.
 
Die beiden Parteivorsitzenden von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, Martin Günthner und David Lukaßen zeigten sich zufrieden mit den Entscheidungen des Koalitionsausschusses.
 
„Wir haben in wichtigen Zukunftsfragen eine Einigung erzielt. Die Koalition hat bewiesen, dass sie Probleme anpackt und löst. Der Krippenausbau geht voran und mit der kommunalen Zeitarbeit, können wir Menschen aus der Arbeitslosigkeit holen und ihnen eine Chance auf Rückkehr in den Arbeitsmarkt geben. Das passiert bei uns zu fairen Bedingungen. Beim Lärmschutz unternehmen wir enorme Anstrengungen. Ich fordere die Deutsche Bahn AG und den Bund ganz eindringlich auf, auch ihrerseits Verantwortung zu übernehmen und deutlich mehr in den Lärmsschutz zu investieren.“ erklärt der Bremerhavener SPD-Vorsitzende Martin Günthner
 
"Die Koalition setzt konsequent die Ziele des Koalitionsvertrags um. Mit den beschlossenen Maßnahmen steigern wir unsere Anstrengungen, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Klimastadt ist für uns mehr als nur ein Label.  Zugleich steigern wir die Lebensqualität der Menschen, die zurecht eine Verringerung von gesundheitsgefährdendem Lärm und eine höhere Attraktivität des Radverkehrs in dieser Stadt fordern." Kommentiert Dr. David Lukaßen, Kreisvorstandssprecher der Grünen Bremerhaven die Ergebnisse. 
 

23.11.2012 in Bürgerschaft von SPD Bremerhaven

Gewalt gegen Frauen: Hilfesystem weiter verbessern

 

Seit über 30 Jahren wird der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November begangen.

Bremen steht für ein frauengerechtes Hilfe- und Unterstützungssystem für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder. Neben den Bremer Frauenhäusern, die Frauen, die von Gewalt betroffen sind, aufnehmen und ihnen Schutz und Unterstützung bieten, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von staatlichen und nichtstaatlichen Hilfe- und Beratungseinrichtungen. „Beziehungs- und sexuelle Gewaltdelikte haben erhebliche physische und psychische Folgen für die Betroffenen. Die Opfer leiden oft ein Leben lang.

Die rot-grüne Koalition hat deshalb im vergangenen Jahr die finanzielle Ausstattung für viele Beratungseinrichtungen trotz der bestehenden Haushaltsnotlage verbessert. Darüber hinaus haben wir den Senat aufgefordert, das Hilfesystem für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder dahingehend zu überprüfen, ob die Angebote so ausgestattet sind, dass betroffenen Frauen die benötigte Hilfe auch zeitnah und verlässlich zur Verfügung steht“, so die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion Sybille Böschen.

Der entsprechende Bericht wurde dem Gleichstellungsausschuss vor kurzem vorgelegt. „Die Evaluation hat neben vielen positiven Entwicklungstendenzen auch Defizite aufgezeigt. Die müssen wir beheben, wenn wir eine niedrigschwellige und längerfristige Begleitung und Beratung, die bei traumatischen Gewalterfahrungen notwendig ist, gewährleisten wollen“, so Böschen. Konstatiert wird bspw. eine Unterversorgung von zugewanderten Frauen, fehlende Angebote für Frauen mit geistiger Einschränkung/Behinderung oder auch fehlende Kapazitäten in den Einrichtungen für eine kontinuierliche Fortbildung. „Der Bericht zeigt schließlich auch, dass wir uns noch einmal der Situation der Frauenhäuser annehmen müssen.

Ein Kernproblem ist hier, dass für Frauen, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben, wie Studentinnen, EU-Bürgerinnen oder Frauen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, die Finanzierung über das Frauenhaus nicht sichergestellt werden kann.“

Böschen weist abschließend darauf hin, dass häusliche Beziehungsgewalt in allen sozialen Schichten anzutreffen ist und dass Dunkelziffer trotz der zunehmenden öffentlichen Thematisierung hoch ist.

21.11.2012 in Bürgerschaft von SPD Bremerhaven

Die wirtschaftliche Existenz freiberuflich tätiger Hebammen sichern

 

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Auch Geburt und Wochenbett sind natürliche Vorgänge, bei denen die werdenden Eltern Beratung und Unterstützung benötigen. Schwangere Frauen sind in der Regel nicht gefährdet. Sie brauchen Unterstützung und Zuspruch. Die Fachfrauen für die Betreuung der Schwangeren und Wöchnerinnen sind die Hebammen. Doch sie erhalten für diese Leistung weniger als den Mindestlohn. „Das ist ein Skandal“, meint Sybille Böschen, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Deshalb fordern wir den Senat auf, sich dafür einzusetzen, dass die wirtschaftliche Existenzfähigkeit niedergelassener Hebammen gesichert wird.“

Am Mittwoch, 21.November, wird in der bremischen Bürgerschaft nun der Antrag „Wirtschaftliche Existenz freiberuflich tätiger Hebammen sichern“ diskutiert. Die Bürgerschaft fordert den Senat auf, sich unter anderem auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass Hebammen künftig mehr verdienen können. Hintergrund ist, dass seit 2009 etwa jede vierte freiberufliche Hebamme die Geburtshilfe aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat. Das Einkommen vieler freiberuflich tätiger Hebammen liegt bei einem Jahresumsatz von rund 24 000 Euro und damit an der Grenze zum Existenzminimum. Krankenhäuser schließen ihre Geburtsstationen, weil sie keine Beleghebammen mehr finden. „Obwohl überall lautstark die zurückgehende Zahl der Geburten beklagt wird, zahlen wir denjenigen, die maßgeblich an einer gelungenen Schwangerschaft und Geburt beteiligt sind, weniger als den Mindestlohn“, sagt Sybille Böschen.

09.11.2012 in Ortsverein von SPD Bremerhaven

SPD Ortsverein Lehe: Verbraucherzentrale muss in Lehe bleiben

 

Gegen Umzug der Beratungsstelle:

Bremerhaven. Für einen Verbleib der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale im Stadtteil Lehe hat sich der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Lehe, Dennis R. Kramer, ausgesprochen. Die laut Medienberichten bestehenden Umzugswünsche der Verbraucherzentrale seien nicht nachvollziehbar, sagte der Jurist. „Diesen Umzug damit zu begründen, dass man die Bevölkerung im Querschnitt nicht erreiche, sondern nur eine große Zahl von Hartz-IV-Empfängern berate, ist diskriminierend und widerspricht dem Anspruch, den eine Verbraucherberatung haben sollte.“

Kramer sagte, eine verbesserte finanzielle Ausstattung der Verbraucherzentrale sei grundsätzlich zu begrüßen: „Wenn die Leistungsgrenze von Mitarbeitern der Verbraucherzentrale erreicht ist, erscheint es aber sinnvoller, eine Erhöhung des Etats unmittelbar in die inhaltliche Arbeit der Verbraucherzentrale fließen zu lassen.“ Die geäußerten Umzugswünsche hingegen bedeuteten nur eine starke Erhöhung der Mietausgaben ohne konkreten Gegenwert für die Bürger – für Kramer ein deplaziertes und kontraproduktives Luxusdenken in Zeiten der Haushaltskonsolidierung: „Wir würden lieber in Menschen als in Mauern investieren.“

Für den Vorsitzenden des Leher SPD-Ortsvereins sei gerade der Bedarf nach einer guten und ausführlichen Beratung in Fragen der Verbraucherberatung im Stadtteil Lehe besonders hoch: „Das hat ja auch die Leiterin der Verbraucherzentrale in einem Pressebericht bestätigt: Es gib eine steigende Zahl an Beratungen.“ Kramer erklärte, die Verbraucherzentrale als Interessenvertretung aller Verbraucher habe sich in Lehe gut etabliert und sollte aufgrund des hohen Beratungsbedarfs auch in diesem Stadtteil bleiben: „Wir bieten gerne Gespräche an, um zu Lösungen im Stadtteil und für die Menschen zu kommen.“

24.10.2012 in Arbeitsgemeinschaften von SPD Bremerhaven

Die ASF unterstützt Unterschriftenaktion von TERRES DES FEMMES

 

TERRE DES FEMMES startete am 18. Oktober 2012, dem Europäischen Tag gegen Menschenhandel, eine Kampagne zum Thema Verbesserung des Aufenthaltrechtes für Opfer von Zwangsprostitution.

Der Grund: Das deutsche Recht bietet den Betroffenen derzeit kaum Möglichkeiten längerfristig in Deutschland zu bleiben. Die Bundesregierung kommt ihren menschenrechtlichen Pflichten nicht nach, diesen oftmals stark traumatisierten Frauen eine Lebensperspektive in Deutschland zu ermöglichen. Betroffene aus Nicht-EU-Staaten werden rechtlich als illegal eingereiste AusländerInnen behandelt. Nur wenn sie bereit sind, vor Gericht gegen die Täter auszusagen, können sie unter Umständen bis Ende des Strafverfahrens in Deutschland bleiben. Anschließend werden die Frauen in ihr Herkunftsland abgeschoben. Eine garantierte Opferentschädigung oder psychosoziale Betreuung im Heimatland erhalten sie nicht. TERRES DES FEMMES setzt sich nun dafür ein, dass den von Zwangsprostitution betroffenen Frauen ein unbefristetes Aufenthaltsrecht in Deutschland ermöglicht wird.

Die ASF in Bremerhaven unterstützt die Unterschriftenaktion von TERRE DES FEMMES, die sich direkt an Bundesinnenminister Friedrich wendet. Dafür werden ab heute, 23.10.2012, im SPD-Parteibüro in Bremerhaven, Schifferstraße 22, 27568 Bremerhaven, Unterschriften gesammelt.